Eine Photovoltaikanlage besteht hauptsächlich aus drei Komponenten: Solarmodul, Montagegestell und Wechselrichter

Solarmodul
Ein Solarmodul, auch Photovoltaikmodul genannt, wandelt die Sonnenstrahlen in elek­trischen Gleichstrom um. Ein Modul besteht aus mehreren speziell verschalteten Solarzellen. Um eine Leistung von 1 kWp* (p* = Abk. für peak = Spitzenleistung) zu erreichen, ist bei poly- oder monokristallinen Modulen eine Fläche von 7 bis 8 m2 erforderlich.

Der Wirkungsgrad der Module richtet sich nach dem Herstellungsverfahren und der Reinheit des Siliziums, je höher der Wirkungsgrad, umso höher ist auch der Ertrag pro m2 Modulfläche.

Es gibt derzeit monokristalline Module (Wirkungsgrad bis 17%), polykristalline Module (Wirkungsgrad bis 16%), amorphes Silizium Cis oder Dünnschichtmodule (Wirkungsgrad bis 8%).

Montagegestell
Das Montagegestell dient zur Befestigung und Fixierung der Module. Es sollte aus korrosionsfestem Material bestehen um die mechanische Sicherheit über die komplette Lebensdauer zu gewährleisten. Als Materialien werden zum Beispiel Aluminium oder Edelstahl verwendet. Für jeden Anwendungszweck – egal ob die Anlage auf einem Hausdach, einer Frei­fläche oder einer Fassade montiert wird – gibt es das entsprechende Montagegestell.

Wechselrichter
Ein Wechselrichter wandelt den von Photovoltaikmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, damit dieser im Haus verbraucht werden kann (Eigenverbrauch). Der überschüssige Strom wird ins Stromnetz eingespeist und vergütet.

Inselbetrieb
Er wird überwiegend bei Objekten ohne Stromanschluss angewendet. Zum Beispiel bei Berghütten oder Wochenendhäusern. Details dazu erhalten Sie auf Anfrage.

Eigenverbrauch
Beim Eigenverbrauch nutzen Sie den selbst erzeugten Strom in Teilen oder vollständig für Ihren Bedarf. Damit reduzieren Sie Ihre Kosten gleich in zwei Punkten: Erstens, Sie müssen bei Ihrem Energieversorger weniger Strom einkaufen und zweitens, Sie sind unabhängiger von künftigen Strompreiserhöhungen. Weitere Infos …

Speichermedien
Mit modernen Speicherlösungen können Sie Ihre Unabhängigkeit noch mehr erhöhen, da Sie den selbst erzeugten Strom nun zwischenspeichern und damit rund um die Uhr nutzen können! Weitere Infos …

Welche Voraussetzungen zu berücksichtigen sind

Standort
Eine Dachfläche sollte nach Süden ausgerichtet sein, eine Dachneigung zwischen 20 und 45 Grad haben und nicht durch Bäume oder Gebäude beschattet sein. Generell gilt: kein Schatten zwischen 10 Uhr morgens und 15 Uhr am Nachmittag. Bei geringen Abweichungen von der Himmelsrichtung oder Dachneigung ist der Minderertrag unerheblich. Flachdächer benötigen eine Aufständerung.

Anmeldung
Der Anschluss Ihrer Photovoltaikanlage darf nur von einem Elektrofachbetrieb ausgeführt werden, der beim Netzbetreiber eingetragen ist. Dieser Fachmann übernimmt die Anmeldung der Anlage bei Ihrem Energieversorger. Welche Unterlagen dafür erforderlich sind, hängt von der Anlagen- bzw. Wechselrichternennleistung und der Spannungsebene ab, in die eingespeist werden soll. Sobald die Unterlagen vollständig eingegangen sind und die technische Überprüfung abgeschlossen ist, bekommen Sie eine zeitlich befristete Anschlusszusage.

Netzanschluss
Der bereits bestehende Bezugsstromzähler wird vom Energieversorger durch einen elektronischen Liefer- und Bezugsstromzähler ersetzt. Erst ab 10 kW Anlagenleistung ist ein zusätzlicher PV-Stromzähler notwendig.

Womit Sie bei einer Photovoltaikanlage rechnen können

Mit einer Modulleistung von 1 kWp (Kilowatt peak) lassen sich in Bayern bei optimalen Bedingungen im Durchschnitt 950 kWh Strom erzeugen. Bei poly- oder monokristallinen Modulen benötigen Sie eine Dachfläche von 7 bis 8 m2. Werden Modultypen mit geringerem Wirkungsgrad beispielsweise Dünnschichtmodule verwendet, benötigt man für die gleiche Leistung mehr Fläche.

Die Wirtschaftlichkeit einer Anlage hängt von vielen Faktoren wie Standort, Modultyp, Aufwand für Montage oder der gewählten Finanzierung ab. Derzeit sind Amortisationszeiten zwischen 10 und 20 Jahren realistisch. Reisinger Sonnenstrom liefert zum Angebot eine individuelle und projektbezogene Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Vergütung nach EEG
Wenn die Anlage den Kriterien des Erneuerbare Energiegesetzes entspricht, muss der örtliche Netzbetreiber den eingespeisten Solarstrom aufnehmen und nach den im EEG festgelegten Preisen vergüten. Die Einspeisevergütung wird monatlich reduziert. Dies ist vom Gesamtzubau von Photovoltaik in Deutschland abhängig.

Die Höhe der Vergütung richtet sich nach:

  • Art der Anlage (Dach, Fassade, Freifläche usw.)
  • Leistung in kWp
  • Inbetriebnahmedatum

Wichtig: Das Datum der Inbetriebnahme entscheidet über die Höhe der Vergütung für die nächsten 20 Jahre.

Finanzierung
Zur Finanzierung von ökologischen Maßnahmen werden von folgendem Kreditinstitut günstige Kredite angeboten: Förderbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau Palmengarten 5-9, 60325 Frankfurt am Main Tel: 018 01-33 55 77 www.kfw.de oder fragen Sie bei Ihrer Hausbank nach. Weitere Infos …